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Design

Crystal Flow – out of the ocean

Sport- und Bademode aus Fischernetzen!? Kaum zu glauben, aber das gibt es wirklich! Nachhaltig, funktional und stylisch: so lässt das Label Crystal Flow die Herzen von Badenixen und Sportlerinnen höher schlagen.

Endlich tut sich was in Sachen Nachhaltigkeit! Eine charismatische und inspirierende neue Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern sorgt aktuell in der Modeindustrie für einige Bewegung: Mit neuen Konzepten und spannenden Materialien. Darunter auch das junge Label Crystal Flow. Sie stellen Bade- und Sportmode aus recycelten Fischernetzen her.

Zum Beispiel Birgitta Tafelmeier – sie ist die Gründerin und Geschäftsführerin der Münchner Brand Crystal Flow. Ideenreich, flexibel und mit klaren Prinzipien: so führt sie ihr Unternehmen. Auf verschlungenen Wegen, durch ihre Leidenschaften „Meer“ und „Wassersport“, kam sie zum Mode-Business. Ihre Produkte sind fair hergestellt, funktional und haben Style: wie geschaffen für den Sommer, Sonne, Sport und Lebensfreude!

Wie entstand Crystal Flow?

Ich bin selbst leidenschaftliche Wassersportlerin und liebe zum Beispiel Wellensurfen. Die Idee, selbst Produkte zu entwickeln, kam durch den Bedarf: Die Bademode war entweder schön, aber nicht funktional oder umgekehrt. Ich wollte beides vereinen und so habe ich mich einfach reingestürzt und erste Ideen für Bikinis, Leggins und Sportunterwäsche entwickelt. Ich wollte coole Kleidungsstücke machen für Sportarten wie Wellen- und Kitesurfen, aber auch Beachvolleyball, Yoga und sogar Poledance. Irgendwann hatte ich dann schon so viel Zeit in das Thema gesteckt, dass ich nicht mehr anders konnte, als zu sagen: Ich will es wagen und bringe mein eigenes Label für Sport- und Bademode an den Start! 2017 gründete ich und Ende 2017 kamen die ersten Produkte auf den Markt.

Was bedeutet dir Nachhaltigkeit?

Ich wollte das Unternehmen nur unter der Bedingung gründen, dass die Produkte fair hergestellt werden können und aus einem nachhaltigen Material produziert werden. Den für mich passenden Stoff zu finden hat ehrlicherweise echt lange gedauert. Für mich ist es eine Lebenseinstellung, nicht zu viel unnötige Kleidung und Fast-Fashion zu kaufen, darüber diskutiere ich auch immer wieder mit Freundinnen.

Welches Material verwendet ihr für eure Produkte?

Wir nutzen Nylon Econyl. Das ist etwas ganz Besonderes, weil es aus alten Fischernetzen hergestellt wird. Mir war der Gedanke sehr wichtig, dass ich zwar neue Produkte herstelle, aber damit kein neuer Abfall entsteht. Die sogenannten Geisternetze werden von einer Organisation aus dem Meer geholt. Sie sind ein Problem, weil sich Meeresbewohner darin verfangen und zusätzlich auch jede Menge Abfall. Die Netze werden in Slowenien recycelt und dann entsteht in Italien, zusammen mit anderen Industrieabfällen, zum Beispiel von Teppichböden, der elastische und superweiche Stoff. Ich verwende für meine Produkte eine ganz dünne Variante des Econyls, die besonders angenehm auf der Haut zu tragen ist.

Wie würdest du eure typischen Kundinnen beschreiben?

Unsere Kundinnen sind weiblich und etwa zwischen 18 und 40 Jahre alt. Ihnen ist Nachhaltigkeit wichtig, im Idealfall konsumieren sie so bewusst, dass sie ein Teil von Crystal Flow kaufen, wenn sie es auch wirklich brauchen. Und sie sind natürlich sportlich.

 

Mit welchen Herausforderungen hast du im Business zu tun?

Neben der Suche nach dem geeigneten Material war es auch nicht so einfach, eine passende Produktionsstätte zu finden. Ich musste sogar die Produktionsstätte einmal wechseln, weil ich nicht zufrieden war. Jetzt ist unsere Produktion in Serbien und das läuft dort sehr gut und fair ab. Ich bin gerne dort und kümmere mich persönlich um den Feinschliff der Schnitte: rege an, dass eine bestimmte Naht vielleicht doch anders gesetzt wird usw. Da Serbien nicht in der EU ist, gibt es auch immer wieder Herausforderungen wegen des Zolls.

Gibt‘s Wettbewerber?

Es gibt mittlerweile auch ein paar andere Marken, die aus recycelten Stoffen Bademode herstellen. Ich denke, da findet jeder seine Nische, damit habe ich keinen Stress. Konkurrenz belebt das Geschäft! Außerdem ist es eine gute Sache, wenn die Großen durch die Kleinen in der Rolle als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit sozusagen Druck von unten bekommen.

Was motiviert dich?

Mir macht die Arbeit an Crystal Flow großen Spaß, weil ich viele unterschiedliche Sachen machen kann und einen guten Einblick in die Produktion habe. Ich mache generell gerne mehrere unterschiedliche Dinge parallel und mache Vieles anders als andere. Es kommen immer wieder neue Herausforderungen auf mich zu, die ich ganz nach meinen Vorstellungen angehen kann. Die Fotoshootings betreue ich sehr gerne und ich mag den engen Kontakt mit den Kundinnen, zum Beispiel über Instagram. Natürlich möchte ich gerne weiter wachsen mit Crystal Flow, aber ich werde nicht um jeden Preis Investoren suchen. Ich bin immer offen für Kooperationen und neue Produktideen und bin gespannt, wo die Reise von Crystal Flow noch hingehen wird. Ich kann sagen, es lohnt sich, den Mut zu haben Projekte einfach mal anzugehen und Ideen in die Tat umzusetzen und so seinen Leidenschaften zu folgen!

 

 

Bilder: Crystal Flow