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Do it!

Drei Nadeln für Jersey

„Welche Nadel verwende ich am besten für den Jersey-Stoff?“
Immer wieder hören wir diese Frage. Tatsächlich gibt es eine große Auswahl an Nadeln, die jeweils für bestimmte Stoffe geeignet sind. Sicher sind viele Stoffe auch mit einer Universal-Nadel vernähbar. Aber manchmal braucht es eben DIE perfekte Nadel, um ans Ziel zu kommen.

Für Maschenwaren gibt es drei Spezialnadeln zur Auswahl: Die Jersey-Nadel, die Stretch-Nadel und die Super Stretch-Nadel.
„Aber welche ist denn jetzt die richtige?“
Die Antwort ist: Es kommt darauf an, was für einen Stoff und welchen Nähfaden ich verarbeiten will. 

Die Jersey-Nadel

Maschenstoffe, die kein Elastan enthalten, können mit der Jersey-Nadel vernäht werden. Die Spitze der Jersey Nadel (SUK) ist wie eine Kugel geformt, dadurch schiebt sie die Maschenfäden zur Seite und tritt in die Zwischenräume ein. Die Nadel verhindert so Maschenbeschädigungen.

Die Stretch-Nadel

Wenn der Maschenstoff Elastan enthält (d. h. elastisch ist), verwendet man die Stretch-Nadel. Diese hat zusätzlich zur mittleren Kugelspitze noch eine besondere Hohlkehlform und eine spezielle Öhrpartie. Außerdem ist diese Nadel stärker abgeflacht, wodurch sie dichter am Greifer steht. Dadurch werden Fehlstiche verhindert, die sonst gerne bei elastischen Materialien auftreten.

Die Super Stretch-Nadel

Und für alles, was man mit einem dickeren Faden vernähen will – oder als Alternative zur Stretch-Nadel – nimmt man die Super Stretch-Nadel. Sie hat wie die Stretch-Nadel eine stärkere Abflachung, um Fehlstiche zu vermeiden. Ihr verbreitertes Öhr und die breite Fadenrinne sorgen zusätzlich für reibungsloses Nähen mit dickeren Fäden. Durch ihren verstärkten Schaft ist die Super Stretch-Nadel auch bei dickeren oder festeren Materialien (oder Nähten) einsetzbar, die sonst auch Nadelbruch verursachen könnten. Die Chrom-Beschichtung vermindert den Nadelverschleiß.

Tipps zur Nadelverwendung:

Jersey-Nadel
- bei Maschenwaren ohne Elastan

 Stretch-Nadel
- bei Maschenwaren mit Elastan
- bei sehr elastischen Stoffen
- wenn Fehlstiche auftreten
- wenn ich mir nicht sicher bin, ob mein Stoff elastisch ist

 Super Stretch-Nadel
- bei dicken Nähfäden
- bei dicken Nähten
- bei Nadelbruch

In der Liste finden sich die Empfehlungen für gängige Materialien:

Die Stretch-Nadel ist auch als Zwillingsnadel erhältlich:

Für T-Shirt-Säume und -Randabschlüsse ist bei Verwendung einer normalen Haushaltsnähmaschine die Zwillings-Stretch-Nadel in NM 75 zu empfehlen, mit 2,5 oder 4,0 Millimeter Nadelabstand. Hier ist darauf zu achten, dass die Oberfadenspannung meist angepasst werden muss. Das Unterlegen von (wasserlöslichem) Stickvlies erleichtert das Nähen und sorgt dafür, dass sich die Naht nicht tunnelartig wölbt. Wer eine hat, verwendet für seine Säume natürlich die Coverlockmaschine. Hier gibt es je nach Modell auch Nadeltypen, die für Jersey und Maschenwaren geeignet sind.

Es sollte darauf geachtet werden, dass bei allen Nähten nur ein dehnbarer Stich verwendet wird, damit die Nähte nicht reißen. Dies kann ein einfacher, kleiner Zickzackstich sein (Einstellung: Stichlänge 1,5–2 Millimeter/Stichbreite 1 Millimeter); viele Nähmaschinen bieten aber auch sogenannte Stretchstiche an, oder sogar Overlock‑/Überwendlichstiche.

Auf die Nadel kommt es an

Es ist sehr wichtig, die richtige Nadeldicke zu verwenden! Ist die Nadel zu dick, kann auch der richtige Nadeltyp unschöne Löcher produzieren. Deshalb immer die vorgesehene Nadel vor dem Nähen auf einem Stoffrest testen, damit es beim Nähen keine Überraschungen gibt.
Ebenso wichtig ist es, ab und zu eine neue Nadel einzusetzen. Ist die Nadel beschädigt oder verschlissen, kann dies nämlich ebenfalls zu ungewünschten Materialbeschädigungen führen. Die Erfahrung zeigt, dass das vermieden werden kann, wenn bei jedem neuen Projekt auch eine neue Nadel eingesetzt wird.